Der Geist der Erde

Der Geist der Erde

Der Geist der Erde

2010 „Gute Erdgeister“

 

Der Geist der Erde.

Höre im Winde, im Wasser und im Feuer

deine Ahnen sprechen.

Und mit deren wohlwollenden Geiste

erlebe eine ruhige Zeit auf Erden.

(Gedicht von F. Lacare)

 

 

Geöffnete Skulptur "Orakel"

Sagt uns das Orakel die Zukunft voraus?

Stäbchen-Orakel

Skulptur „Orakel“

Geöffnete Skulptur

Geöffnete Skulptur

Nein, es gibt keine Zukunft! Die Zukunft ist offen und nicht vorausbestimmt. Es gibt nur immer wieder in diesem Moment, das Jetzt, die Gegenwart und dann ist das Jetzt schon Vergangenheit.

Wenn wir das Orakel fragen und die Knochen oder die Stäbchen werfen so sehen wir, nachdem die Stäbchen ihre Lage gewählt haben, schon die Vergangenheit. – Die Gegenwart, das Jetzt ist nicht mal so lange wie ein Taktschlag und was wir nun sehen ist die Vergangenheit und nicht die Zukunft.

Erstes Orakel

Erstes Orakel

Wir malen in dem winzigen Moment der Intuition aus der Zukunft die Gegenwart. Nachher betrachten wir ein Bild, das bereits in der Vergangenheit ist. Oder anders erklärt, wir malen selber die Zukunft. Wir malen einen Bildteil und dann den nächsten Teil und den Nächsten aus der Intuition heraus. Wir fügen dem Bestehenden nur die Veränderung dazu. Zwischen dem Bestehenden und der Veränderung ist die Intuition oder das Leben. Wir nehmen was da ist und verändern. Der Zwischenraum ist das, was eigentlich die Zukunft macht. Was ich male ist nicht vorbestimmt oder stabil. Das Ergebnis, das gemalte Bild, hätte auch anders aussehen können.

Zweites Orakel

Zweites Orakel

Wir können das Schicksal oder das zukünftige Bild erahnen, aber bevor wir nicht gemalt haben, wissen wir nie wie es wird. Wir sind aufgefordert zu verändern und mit Hilfe des Bauchgefühls gehen wir weiter und verändern oder leben. Jedes Bild ist so immer wieder etwas Neues, etwas Anderes, ein anderes Sein. Wir können dieses Schicksal als Spiel betrachten, aber irgendwann holt uns das Drama des Lebens ein und es ist kein Spiel mehr.

Was ist wichtiger – das Jetzt, das Bild oder das Dazwischen?